Über 33 Jahre HAMSAH Verlag

Lore Tomalla schreibt über die Gründung und Entwicklung von
HAMSAH Verlag, Bücher für Körper, Geist und Seele

Schon immer habe ich gerne geschrieben.

In der dritten Volksschulklasse entstand mein erstes Gedicht.

Im Nachhinein bekam es die Form eines japanischen Kurzgedichtes.

Großer Vogel fliegt

Über blumige Wiese –

Hoch – hat Übersicht

In der Vision des Kindes war dieser Vogel schwarz.
In tiefer
Meditation unter Anleitung meiner Meisterin Girija war ich selbst dieser Vogel,  aber dieser storchenbeinige Vogel war weiß.

Das  hat die Namensgebung für meinen Verlag beeinflußt:  Meine Vorliebe für Yoga-AtemPraxis, Wechselatem und Anusandhana, dem Klang Hamsa nachlauschen, das unausgesprochene Mantra, das jedes Lebewesen bei jedem Atemzug spricht. 

Dieser Hamsah ist in der hinduistischen Mythologie ein weißer Vogel, eine Gans oder ein Schwan, vielleicht auch ein weißer Reiher.

Meine Mutter hatte die Gedichte, die ich auf Zetteln und alten Briefumschlägen hastig entworfen und achtlos liegenlassen hatte, für mich in einer Pralinenschachtel gesammelt. Neunundneunzig wählte ich aus. 

Den Gedichtband nannte ich Flugsand in die Zeit gestreut.

Alle sind während meiner Schulzeit entstanden. Einige habe ich überarbeitet.

Als ich den Verlag gründete, 1978,  erteilte ich bereits sieben Jahre Yoga Unterricht.

Meine Ausbildung hatte 1951 begonnen und deshalb hatte ich genug Lehrstoff soweit verarbeitet, daß meine Zuhörer mir diese damals in Deutschland noch so sehr umstrittenen Thesen glaubten.

Sie verlangten Merkblätter für ihre Yogapraxis zu Hause.

Zunächst verteilte ich unter dem Namen Osnabrücker Yoga Nachrichten in jedem Monat eine DIN  A4  Seite mit praktischen Übungen. Diese Blätter wurden später zu einem Heft zusammengefaßt, von dem noch einige Exemplare  erhältlich sind.

Es folgten Merkblätter „Yoga für Wirbelsäule und Hüfte“ die später ebenfalls im Sammelband erschienen.

Das Heft ist leider vergriffen.
Ich bin dabei, es zu überarbeiten
und neu herauszubringen.

Als nächstes Heft erschien „Yoga für innere Organe„.

Damals war noch wenig bekannt, daß man durch Yoga-Übungen
auch auf innere Organe
Einfluß nehmen kann,
ihre Funktionen anregen,
die Heilung begünstigen.

1982 erlangte ich die Anerkennung des Berufsverbandes Deutscher Yogalehrer.

Zu der Zeit wurden die Yoga Asanas in willkürlicher Reihenfolge geübt. Ich hatte einen schwachen Rücken und konnte die Kerze nur, wenn ich Asanas in bestimmter Reihenfolge vorher übte.

Frau Reckmann, die in Soest meine Vorstellungsstunde abnahm, lobte die bisher nicht bekannte Reihenfolge der Übungen. Als Krankengymnastin konnte sie genau begründen, warum diese Reihe so wirksam ist. Diese Reihe ist erhältlich als kleine lila Broschüre: „Wie kräftige ich meinen Rücken o h n e  Anstrengung„. 

Das war für mich ausschlaggebend, denn lautärztlichem Rat ist es für mich  nicht gut, wenn ich mich anstrenge.

Später wagte ich mich daran, die Atemübungen des  Yoga zusammenzustellen und zu erläutern.

In Bad Nauheim fand meine Art, die Atemübungen anzusagen, große Zustimmung. Später wurde die Atemschule überarbeitet und erschien in schönerer Aufmachung.  Da ich selber in jungen Jahren oft unter Atemwegs Erkrankungen gelitten hatte und schon als zehnjährige wegen Herzbeschwerden vom Sport dispensiert war, beschreibe ich in dieser Atemschule meinen Gesundungsweg.

1980/81 nahm ich an einer Indienreise teil, die nach Bombay, Madras, zu den Tempeln Südindiens und nach Delhi führte. Ich lernte Bharat Natyam, die indische Tanzkunst kennen.

Vor allem aber hatte ich Gelegenheit, in den Büchereien der zahlreichen Tempel, die wir besichtigten, Quellentexte des HATHA Yoga einzukaufen.

Dr. Gharote von den KAIVALYADHAMA Institutionen verschaffte mir bei seinem Chef die Übersetzungsrechte der Schriften und außerdem verkaufte er mir zweihundertvierzig von den vierteljährlich erscheinenden  Yoga Journalen des Zentrums für  Forschung,  Gesundheitspflege und Yogalehrer Ausbildung.

Ich wählte 32 Artikel für die Veröffentlichung aus. Dieser Sammelband bietet unzählige Anregungen für den Yogaunterricht. Weitere bereits übersetzte Artikel harren noch der Veröffentlichung.

Nach und nach  traute ich mir die Übersetzung der anderen Quellentexte des Yoga zu.“

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